Nach einem langen Flug mit fast 4 – stündigem Aufenthalt in Frankfurt sind wir am frühen Abend in Toronto angekommen. Zoll und Einreise am digitalen Scanner, ein Wasser beim Warten auf die Reistaschen kontaktlos per Uhr bezahlt – alles so einfach.

Wir müssen uns Gedanken über zukünftige Flüge machen denn die 8 Stunden von Frankfurt nach Toronto waren schon anstrengend genug trotz upgrade beim Economy Ticket.

Den Tag mit einem Kaffee im Licht der aufgehenden Sonne starten.

… unglaublich, aber es geht!

Noch ist unser Aktionsradius begrenzt auf Stouffville. Einkaufen, herumspazieren, auf der Terrasse sitzen …

Nach ungefähr zwei Wochen schaffen wir es einen kleinen Tagesausflug zu machen. Zum Glück ist seit Tagen das Wetter stabil und wir haben über uns einen blauen Himmel bei Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad. Farmland und Wälder wechseln sich in einer Moränenlandschaft ab. Wir nehmen die „kleineren“ Strassen, ganz selten auch als Schotterpiste. Orietierung ist einfach, wir fahren auf einem Schachbrett, Nord-Süd oder Ost-West.

Abends gibt es übrigens standesgemäß Barbecue. Wir haben so Alles durch von Steaks, Würstchen, Chickenwings, Spareribs und Corn. Die Maiskolben gibt es am Strassenrand am Stand vom Farmer und sie schmecken tatsächlich deutlich besser als die Supermarktdinger. Fleisch gibt es im Supermarkt in allen Darbietungsformen, immer frisch verpackt in für unser Verständnis zu großen Einheiten.

Ein weiterer Ausflug geht nach Toronto Downtown. Hier ein paar Eindrücke aus der Stadt und rund um den CN Tower:

Am Sonntag ging es nach Port Perry am Lake Scugog. Herrlicher Sonnenschein begleitet uns. Da wir Lisas Schwester und ihren Schwager im Auto haben heisst es die ganze Zeit „Fenster zu, Fenster ein bischen zu, Fenster auf …“

Wir machen eine Pause in dem echt netten Ort und genehmigen uns ein Eis auf der Parkbank. Ich entdecke gegenüber einen kleinen Fahrradladen, der natürlich wie hier üblich, auch am Sonntag geöffnet hat. Wir plaudern ein wenig über das Angebot im Laden, was zu ca. 85% nicht motorisiert ist. Aber es stehen auch zwei Cube City Ebikes und ein Gravel mit Fazua Antrieb dazwischen. Es gibt erste Nachfragen nach E-MTBs, tatsächlich ist der Markt für SUVs und E-MTB noch nicht da. Die Straßen haben zwar oft schon ein Spur für Radfahrer, trotzdem scheint Radfahren eher noch ein Abenteuer für Individualisten. Mechaniker sind auch hier Mangelware. Downtown Toronto fahren schon viele Leute mit dem Rad, aber hier draußen auf dem Land…

Auf der Suche nach Werkzeug tun sich ganz neue Dimensionen auf. Die Vierkant-Steck laufen konisch zu. Genauso wie die Torx-Bits im Supermarktregal. Passt irgendwie …

… heute feiern wir Geburtstag …

So langsam nähert sich unser Kanadaaufenthalt seinem Ende. Noch ein paar Abende auf der Terrasse, berauschende Sonnenuntergänge, noch einmal Natur geniessen, es wird kühler.

… auf jeden Fall werden wir mit der Klimaanlage schon mal von unseren lieben Verwandten auf Indien eingestimmt …

Auf geht’s zum Flughafen!