Der Flug von Varanasi über Mumbai nach Jakarta hat an den Kräften gezehrt. Wir hatten uns in Varanasi in den frühen Morgenstunden und abends bei den Zeremonien am Assi Ghat wohl etwas verkühlt. Ich bekam kurz bevor es losging leichtes Fieber und wir hatten schon Angst, dass wir nicht nach Indonesien reinkommen. Schließlich war eine Gesundheitskontrolle am Flughafen in Jakarta angekündigt, die sich aber glücklicherweise als online Fragebogen herausstellte. So konnten wir nach ungefähr 18 Stunden ins Taxi zum Hotel steigen. Jakarta ist heiss und schwül und ich musste an die Worte Admiral Nelsons denken, der schon bei seinem Aufenthalt in der Mitte des 18. Jahrhunderts Batavia als einen für Europäer ungesunden Ort beschrieb.

Jakarta ist eine moderne Großstadt, ähnlich den anderen Megacities wie Mumbai oder Dehli. Hochhäuser, Malls mit Produkten der großen Marken, das Viertel unseres Hotels mit schwerem Metalltor auf der Straße und Wächter, alle Häuser mit hohen Mauern. Kein Ort, der uns zum Verweilen einläd. Insgesamt ist es zwar sauberer, aber der Verkehr ist auch hier bestimmt durch die unzähligen Zweiräder. Es wird deutlich weniger gehupt. Einzig der Weg zur großen Shopping Mall zwecks Einkauf von Arzneimitteln und einer Simkarte veranlasst uns das Hotel wieder zu verlassen.

So können wir uns ein wenig erholen. Der letzte Bewohner unseres Zimmers hatte seinen Netflixaccount nicht gelöscht, und so können wir seit langen mal wieder in eine Serie einsteigen und die Zeit im Bett verstreichen lassen. Tatsächlich können wir ausgerüstet mit Simcard und Apps zum Bestellen von Essen und Fahrzeugen Jakarta per Flugzeug nach Yogyakarta nach zwei Tagen verlassen.

Als wir den neuen Flughafen von Yogya erreichen, ist unser Fahrer schon da. Wir brauchen über eine Stunde bis zur Unterkunft, die direkt an der Mauer zum Kraton liegt. Yogya begrüsst uns ebenfalls mit schwüler Hitze und gelegentlichen heftigen Regenfällen. Wir bestellen per „Gojek-App“ unser Abendessen, verfolgen auf dem Smartphone den Weg des Essen zu uns, bezahlen online und nehmen das Essen vom Fahrer an. Alles wird auf dem Moped per App, „Gojek“ fürs Essen und „Grab“ für Auto- oder Motorradtaxi, geregelt. Bezahlung per Google Wallet funktioniert fast überall, ob im Café für ein paar Euro oder in der Unterkunft. Es ist so einfach.

Unser erster Besuch gilt am nächsten Morgen dem Kraton. Sitz des Sultans von Yogya. Erbaut in der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts treffen hier javanische Tradition, Reste niederländischer und britischer Besatzungskultur und gelebter Glaube aufeinander. Nach wie vor herrscht über den Bezirk Yogya ein Sultan, wobei die letzten verbliebenen Sultanate auf Java immer noch starken politischen Einfluss besitzen. Die Nachfolge bestimmt der Sultan aus dem Kreis seiner Kinder und in Ermangelung eines männlichen Thronerbens hat er vor ein paar Jahren seine Tochter zur neuen Sultana bestimmt. Indonesien ist das bevölkerungsreichste islamische Land und hier auf Java hat sich eine ganz spezielle Art von islamischer Spiritualität entwickelt, die sich auch hinduistischer Bräuche bedient. Darüber hinaus bestimmen alte mystische, dem Aberglauben vergleichbare Gepflogenheiten das tägliche Leben.

Der Palast ist ein wunderbarer Ort zum Entspannen und Lernen. Da es Freitag Morgen ist, lauschen wir der Ansprache des Imans und beobachten das Ritual. Leider gibt es auf Grund des Feiertags heute keine Gamelan Musik, auf die ich mich schon gefreut hatte. Bali wird uns davon wohl noch genug bieten.

So verbringen wir den ersten Tag im Kraton und machen uns danach auf ins Getümmel der „Jalan Malioboro“, der Hauptgeschäftsstrasse Yogyas. Wir kaufen ein paar typische Dinge, wie ein Hemd im Java Stile, einen Sarong und ein paar Kleinigkeiten als Mitbringsel. Wir genehmigen uns einen Cappucino. Ja endlich wieder leckeren Kaffee, Java halt. Wir nehmen ein Becak, die für Yogya typische Rikscha, mittlerweile mit Mopedantrieb. Deshalb auch die Frage: „Do you need my helicopter?“

Am nächsten Tag stehen „Borobodur“ und „Prambanan“ auf dem Programm. Wir wählen wie schon so oft die bequeme Variante. Wir buchen in Yogya die Tickets und einen Fahrer. Borobodur ist mittlerweile eine Touristenattraktion erster Güte und das Betreten der oberen Plattformen ist nur noch mit vorgebuchtem Ticket zu bestimmten Zeiten möglich. Nach dem Betreten des Geländes geht es mit Eletrobussen zum Tempelbereich. Dort warten man bis zur vollen Stunde, wird einem Guide zugeordnet und danach von diesem durch die Anlage geführt. Das Ganze auf eigens dafür ausgegebenen Bastflipflops. Man muss aber auch anerkennen, dass die Menschenströme so einigermassen durch diesen großten buddhistischen Tempel der Welt geleitet werden, ohne größere Schäden anzurichten. Es lohnt sich die Geschichten um die Entdeckung, die Plünderung und die Versuche der Wiedererrichtung in den 70ern des letzten Jahrhunderts zu lesen. Google und Wiki sind dazu ein guten Einstieg. Wir haben dank der organisierten Führung genug Zeit zum Verweilen und genug Zeit, die Reliefs zu betrachten und ein paar Eindrücke per Foto festzuhalten. Der Ort hat mit all dem Trubel seine Spiritualität eingebüßt. Die meisten Buddhastatuen sind zerstört, die Köpfe in der Vergangenheit in alle Winde durch Plünderer verkauft. Der ursprüngliche Inhalt der Stupa ist weg und somit bleibt der Borobodur nur noch eine archeologische Stätte, die es aber immer noch lohnt, sie zu besuchen.

Wir fahren wieder zurück Richtung Yogya. Unser nächstes Ziel ist die alte hinduistische Tempelanlage „Prambanan“. Vermutlich in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts errichtet, zerstörte ein Erbeben in der Mitte des 16. Jahrhundert diese Anlage. Ursprünglich bestand die Anlage aus mehreren Tempeln und Nebengebäuden, insgesamt über 200. Einige der Haupttempel wurden wieder rekonstruiert, trotzdem ist die Anlage ein großes Trümmerfeld mit ein paar imposanten bis zu fast 50 Meter hohen Candis. Im Inneren befinden sich Statuen der Götter. Ein Tempel scheint Vishnu, einer Shiva und ein weiterer Brahma geweiht gewesen zu sein. Damit wäre dieser Brahma Tempel einer der weinigen weltweit. In Pushkar in Indien wird behauptet, dass sich dort der einzige befindet. Streng genommen kann das stimmen, da die Tempel hier nicht weiter als solche genutzt werden. Auch hier ein großes Open Air Archeologie Spektakel. Wir haben das Pech, dass gleichzeitig mehrere Schulklassen unterwegs, unter anderem mit der Aufgabe Touristen zu interviewen. Sie sollenb wohl damit ihr Englisch erproben. Für uns bedeutet das, alle paar Minuten zum Gespräch und zum Foto gebeten zu werden. Leider sind außer uns auch nicht viele ausländische Touristen unterwegs. Natürlich nutzen wir die Zeit und schauen uns in Ruhe um. Genießen am Ende einen perfekten Eiscappucino und werden dann von einem Gewitter überrascht. Wir können uns noch unterstellen und warten den schlimmsten Regen ab, bevor wir durch die schier endlosen Basaarreihen zum Ausgang gelangen.

Unser letzter Tag in Yogya. Wir erkunden den Bezirk hinter dem Kraton. Dieser Bezirk heisst „Taman Sari“ und wurde Mitte des 18. Jahrhunderts von einem portugisischen Architekten im Auftrag des Sultans errichtet. Hier befindet sich der ehemalige „Wasserpalast“, Lustgärten und Gebäude, die durch das Erdbeben 1867 fast völlig zerstört wurden.

Kleine Gassen führen durch diesen Stadtteil, in dem sich Künstler angesiedelt haben. Da wir auf einem Sonntag durch die Gassen streifen, ist es relativ ruhig. Wir finden einen kleinen Platz mit Streetfood und kommen mit den Verkäufern ins Gespräch. So probieren wir uns durch die verschiedenen Häppchen. Lecker. Dazu wie fast immer Eistee. Die Temperaturen lassen die Frage nach dem Eis gar nicht mehr aufkommen und wir haben uns wohl auch langsam dran gewöhnt.

Yogya ist ein wunderbarer Ort. Javanische Kultur, Plätze voller Leben, Orte der Ruhe. Alles findet man hier auf kleinem Raum in der Nähe des Sultanpalastes. Aber vor Allem gibt es hier angefangen vom Streetfood über kleine Warungs mit dem unterschiedlichsten Speisen im Angebot bis zum Edelrestaurant überall bestes Essen. Ganz in der Nähe des Eingangs zum Kraton bietet eine ganze Strasse Resrauranats mit Gudeg, der Spezialität Yogyas. Gudek besteht aus Reis, einer Speise aus unreiferJackfruit in Kokosmilch gekocht, einem hartgekochtem Ei, Hühnerfleisch und diverser anderer Zutaten wie Tofu oder Tempeh nach Wahl.

So verlassen wir Yogya und freuen uns mit einem weinenden Auge auf Bali. Es geht wieder zum Fluhafen, eine gute Stunde Fahrt durch Java. Der Flug startet Mittags Richtung Denpasar. Leider zwingt das Wetter zum Abbruch des Landeanflugs und wir stehen in Surabaja auf dem Flugfeld und es gibt keine weitere Informationen. Circa eine Stunde später ist das Flugzeug wieder aufgetankt und wir erreichten Bali abends um 20 Uhr. Wir buchen ein Taxi zur Unterkunft und kommen im strömenden Regen an.

Ein moderner Flughafen empfängt uns. Leuchtreklamen, riesige Shops und Restaurants, KFC, Macdonalds säumen den Weg durch Kuta und Sanur. Im Regen fahren wir eine Stunde Richtung Ubud und erreichen unser Guesthouse.

Ubud empfängt uns mit einem schönen Zimmer mit Blick in den Garten, mit einem kleinen Swimmingpool vor unserer Terrasse und einer freundlichen Ela, unserer Wirtin. Grillen zirpen und zufällig hämmert den ganzen Abend bis in die Nacht und am kommenden Morgen ein paar Häuser weiter das Gamelan Orchester. So ist Ubud. Wir erkunden am nächsten Vormittag das Zentrum und werden von der Vielzahl von Touristen, vom Verkehr und von den vielen Cafés, Restaurants, Shops und Straßenhändlern überrascht. Wir hatten es schon vermutet, Ubud hat sich verändert. Da gilt es in den nächsten Tagen mal zu schauen, wie das Ganze so auf uns wirkt.

Wir machen einen Gang, weg vom Zentrum in Richtung Reisfelder. An den Straßen werden neue Gebäude auf die ehemaligen Reisfelder gebaut, Ubud wächst. Die alten Wasserkanäle entlang der Straßen sind leer und werden nicht mehr gebraucht. Die verbleibenen Reisfelder um Ubud sind gesäumt von Cafés. Alle auf den Traveller zugeschnitten. Vegan, Cappucino, relaxing.

Wir schwingen mit. Trinken Eiscappucino, nehmen einen kleinen Mittagssnack. Und es bleibt dann doch irgendwie Ubud. Die entspannte Atmospäre beim Blick in die Reisfelder. Die Hauseingänge mit den Skulpturen, das Grün. Wir besuchen das Ubud Museum „Puri Lukisan“ und treten in einen ruhigen Garten ein. Wir wandeln durch die Gebäude und tauchen in Ubuds kunsthistorische Geschichte ein. Und wir sind fast ganz allein.

Insgesamt für fasr drei Wochen soll Ubud jetzt unsere Heimat sein. Die Zeichen stehen auf Entspannung. So erleben wir auch nicht wirklich viel. Mindestens einmal am Tag öffnet der Himmel seine Schleusen und es ergießen sich Sturzbäche über Treppenstufen und Straßen. Dazwischen bummeln wir durch die Gassen und Straßen, trinken Eiscappucino und essen jeden Tag in einem anderen Restaurant oder Warung. Warungs sind die kleinen Straßenimbisse. Hier ist das Essen mindestens genauso gut wie im Restaurant. Man sitzt direkt an der Straße und ist mitten im Geschehen.

Tatsächlich ist Ubud voller Touristen aus aller Herren Länder. Junge wie Alte. Es gibt ein unübersichtliches Angebot an Unterkünften. Etwas außerhalb gibt es die edlen Resorts mit Shuttleservice. Preise hier sind für uns unerschwinglich. Es gibt die Idylle pur für den dicken Geldbeutel. Dazu ein großes Freizeitangebot mit Ausflügen und dem üblichen Angebot wie in allen Ferienorten.

Zu Fuß mit etwas Muße ist das ursprüngliche Bali aber immer noch da. Zwar müssen wir es mit vielen Touristen teilen, aber sobald wir im Café oder Restaurant sitzen kehrt Ruhe ein. Und da ist auch noch unser Platz am Homestay mit Blick in der Garten, wo wir die Regenstunden überbrücken, wo wir lesen oder Tagebuch schreiben.

Einer unserer Ausflüge führt uns nach Desa Celuk. Eine Siedlung mit Silberschmieden und einer schier endlosen Zahl an Silberläden. Das ganze Viertel ist wunderschön, Häuser, oder sagt man besser Höfe mit den steinernen Wächtern am Eingang, Ganesh oder Garuda im Inneren und eine Tür, die zu gr0ßen Verkaufräumen mit langen Vitrinen und Auslagen hinter Glas. So gehen wir von Shop zu Shop und müssen feststellen, das das Angebot sich wiederholt. Die Preise sind im Vergleich zu Indien viel zu hoch und die angebotene Ware eher langweilig. Leider nichts für uns dabei. Unsere Vermieterin Ela erzählt, dass im Zuge der amerikanischen Wirtschaftskrise 2008/9 hier genauso wie im Zentrum der Holzschnitzerei viele Betriebe schließen mussten. Das Ergebnis sind entweder teure luxuriöse Läden mit chicem Angebot oder Massenware.

Wir werden mit herrlichem Sonnenschein verwöhnt und lassen uns mit dem Taxi wieder nach Ubud fahren. Wie schon erwähnt geht das per Smartphone App „Grab“ einfach super. Du gibst das Ziel und den Start ein. Zur Not noch ein Foto vom Startpunkt, der dann per KI ermittelt wird, danach wird die Verfügbarkeit der möglichen Fahrzeuge und Preise angezeigt und dann triffst du die Wahl. Kein Nachverhandeln des Preises, Info über Route und Ankunftszeit des Fahrers, alles in Echtzeit.

Abendprogramm

Ubud ohne Tänze, das geht nicht. Wir buchen für den Abend Kecak und Fire Trance dance. Hört sich ein wenig nach Showprogramm an, ist es auch. Trotzdem ein Muss und ein schöner Einblick in balinesische Tradition. Im Übrigen ist das Programm dann auch wirklich gut. Beim Kecak sitzen circa 100 Männer in konzentrischen Kreisen um eine große Öllampe, die das Geschehen in ein märchenhaftes Licht taucht. Die Stimmen der Männer sind mit ihrem rhytmischen Sprechgesang sehr der Gamelanmusik ähnlich. Ein Mann übernimmt die Rolle des Erzählers. Während der rhytmischen Gesänge wird eine Geschichte der Ramajana erzählt. Es geht um die Entführung Sintas durch den Dämonenkönig Ravana und die Befreiung durch Rama, Garuda und den Affengott Hanuman. Dargestellt mit Tänzerinnen und Tänzern in typischen Gewändern und Masken. Das ganze ist kein Touristenchichi sondern eine kurzweilige Unterhaltung. Zum Glück hatten wir uns vorher mit der Geschichte der Entführung vertraut gemacht, dann macht es noch mehr Spaß.

Der anschließende Feuer Trance Tanz ist dann tatsächlich eher ein Spektakel für das Smartphone. Aber auch das ist das Bali, das ich vor Jahren kennengelernt habe. Tradition bleibt, sie wird gepflegt. Der Gast wird zum Schauen eingeladen, manchmal auch gegen Eintritt. Jeden Tag werden von den Frauen die Opfergaben ums Haus verteilt, zu den unzähligen Festen werden Haus und Hof geschmückt und täglich sehen wir Balinesierinnen mit Opfergaben durch die Gassen zum Tempel gehen, sehen wir Männer mit Teilen eines Gamelanorchesters in der Stadt und immer ist irgendwo etwas im Gange.

Monkey Forest

Auch so ein Muss. Einst Rückzugsort für ein paar Makakenhorden an einer heiligen Quellen im Dschungel ist es heute fast schon so etwas wie ein kleiner Freizeitpark mit immer noch moderaten Eintrittspreisen. Es ist nicht nur für die Affen ein Rückzugsort, auch wir Menschen können hier ein wenig die Natur und deren lustige Bewohner in Ruhe genießen.

Zwischendrin ein Tempelheiligtum in Form einer Quelle, historische Statuen, ein neuerer Tempel, ein Platz für die auf Bali auch stattfindenden Verbrennungen und etwas kurios, eine Art Parkplatz für die Toten bis zum nächsten Kremationstermin in maximal fünf Jahren. Da eine Verbrennung hier auf Bali ein Riesenspektakel mit enormem Aufwand und Kosten darstellt, organisieren sich die „Normalverdiener“ dergestalt, dass sie Ihre Lieben gemeinsam kremieren. Das spart Kosten und erhöht die gemeinsame Freude bei Vorbereitung und bei der Feier. Auf jeden Fall ist hier im Wald so ein kleiner Friedhof für die kürzlich verstorbenen. Da der hinduistische Glaube auch immer den praktischen Nutzen im Blick hat, ist den Toten somit auch die Gelegenheit gegeben, letzte Dinge zu regeln.


Wir verlassen nach fast drei Wochen Ubud. Das Auto, das wir gemietet haben ist ein Toyota Avanza. Eigentlich ne Nummer zu groß für zwei Leute, aber was solls. Die ersten Kilometer sind gewöhnungsbedürftig, insbesondere der Abstand zur linken Seite ist auf den engen Straßen beim Linksverkehr für mich ein Problem. Der Verkehr ist beiweiten nicht so stressig wie in Indien. Trotzdem gilt es auf die Unmenge an Zweirädern, die links und rechts vorbeifahren oder die es zu überholen gilt, zu achten. Dazu gibt es die Hackordnung groß nach klein und wir entsprechend mittendrin. Regeln gibt es kaum außer vielleicht „Augen auf und bei Bedarf Rücksicht“. Nach ungefähr 5 Kilometern ist es dann auch soweit. Als ich an einem parkenden LKW vorbei fahre, knallt es ordentlich, bin wohl irgendwo mit dem Außenspiegel hängen geblieben. Spiegel ist aber noch dran. Kurz darauf machen wir eine Kaffeepause und sehen das Malheur. Spiegel außen mit einem 4 cm langem Riss im Kunststoff. Das geht ja gut los. Auch noch ne Macke an der Stoßstange vorne links – muss wohl beim Ausparken passiert sein.
Also dann mal weiter über kleine kurvige Straßen mit enormen Steigungen und Gefälle Richtung Batur und Küste.
Der Batur liegt im Nebel und es nieselt. Die Batur Tour verschieben wir auf die nächsten Tage, da heute sowieso kaum was zu sehen ist.
Nach einer weiteren knappen Stunde erreichen wir „Gede Homestay“ in der Nähe von Sambirenteng. Die Küste ist hier gesäumt von Palmen. In den Palmenhainen kleine Fischerhütten, Hütten und kleine Dienstleistungen entlang der Straße, auf der sich alle Arten von Fahrzeugen zwischen Singaraja und Tulamben tummeln. Versteckt am Strand liegen exklusive Resorts und Privatvillen.
Unser Homestay befindet sich im „Pförtnerhaus“ einer dieser Villen, diese in schweizer Hand.Gede ist sowas wie Hausmeister und Kalfaktor für die zwei Strandvillen, die spiegelbildlich am Strand einen Pool und Rasen umfassen. Traumhafte Lage, ein wenig Luxus.

Wir wohnen allerdings im Pförtnerhaus, ein kleines Zimmer mit Terrasse und Garten. Leider alles etwas in die Jahre gekommen. Auf dem Weg zum Strand können wir nicht den direkten Weg wählen, da die Villen gerade bewohnt sind. Außen herum gehen wir über einen kleinen Pfad an Fischerhütten vorbei zum Strand. Eine trostlose Szenerie, auch hier Plastikabfälle überall, kein Strand da gerade Flut. Kaum vorstellbar, dass in ungefähr 10 Meter Entfernung sich das Riff mit Korallen und bunten Fischen befinden soll. Trotzdem ein bißchen Nordbali Idylle fürs Album, machen Alle so.

Abends kommt per WhatsApp das Video von der Fahrzeugübergabe. Wir schauen uns die Rundumansicht vom Mietwagen an, und wir sehen, dass die vermeintlich von mir verursachten Schäden schon vorher da waren. Echt seltsam, aber wie so oft irrt der Mensch in seiner Wahrnehmung. Wobei es hier auf der Insel auch durchaus göttlicher Einfluss und Hilfe sein kann.
Es regnet und es regnet. In einer kleinen Regenpause am nächsten Tag beschließen wir einen Ausflug nach Tulamben. Doch kaum sitzen wir im Auto geht es schon wieder los. Wir fahren durch strömenden Regen, Sturzbäche über der Straße. Wir sehen nach ein paar Kilometern einen Supermarkt auf der rechten Seite, halten an, kaufen ein und fahren wieder zurück.
Gedes hat von seinem Bruder, dem Fischer, einen schönen Thunfisch besorgt. Den bereitet seine Schwägerin heute Abend für uns. Gede ist eine Seele von Mensch. Wir unterhalten uns viel und er ist bemüht, alles zu tun, um unseren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Trotzdem fehlt uns der Blick aufs Wasser, es ist eng hier. Wir beschließen, zwei Tage früher abzureisen und buchen eine Unterkunft in Lovina Beach. Mal sehen, was uns da erwartet, es gibt wenigstens den Strand mit Restaurants in Fußnähe. Strandnahe Unterkünfte sind entweder zu teuer oder ausgebucht.
Auf der Fahrt westwärts der Küstenstraße entlang halten wir an einem Tempel. Alle Tore stehen offen, kein Mensch weit und breit. Pura Penegil Dharma ist ungewöhnlich neu und aus hellem Stein errichtet.

Es ist an einem Ort alter Kultstätten in den 90ern errichtet worden und ist ein Beispiel für die hohe Kunstfertigkeit der nordbalinesischen Steinbildhauer. Wir sind allein in diesem Komplex mehrerer kleiner Tempel und bewundern die Figuren, die uns aus dem Stein entgegenkommen.
In Lovina erwartet uns eine traumhafte Unterkunft. Eine Villa am Hang mit Garten und Pool. Unser Zimmer ist im Nebengebäude mit überdachter Terrasse und Blick auf Bäume und Palmen.
Wir verbringen den Jahreswechsel zuerst im Restaurant am Meerestrand mit einem Bier und einem leckeren Abendessen. Den weiteren Abend verbringen wir auf der Terrasse, schauen zum wievielten Male „Dinner for one“, um dann beim Blick auf die Raketen am Himmel ins neue Jahr zu wechseln.
Auf zu neuen Zielen. Wir stellen bei google maps die Route auf „Pula Ulan Danu Beratan“. Dieser Wassertempel am Rande des südlichen der hoch in den Bergen gelegenen drei Seen ist unser Ziel. Malerische Fotos auf den Hochglanzmagazinen der Fluggesellschaften zeigen die Tempelanlage mit ihrem 11 stöckigem Tempelpagoden, Meru, am Rade des Beratan Sees in diesen gebaut. Er gehört zu den in den Prospekten genannten 10 wichtigsten Tempeln Balis und somit zumindest auf Grund seiner Lage in der Mitte der Insel an einer der Hauptrouten zwischen Nord- und Südteil der Insel ein touristisches Highlight.


Gemäß der balinesischen Anpassungsfähigkeit ihrer Kulte und Religion wurde wohl kurzerhand das ganze in eine Art Freizeitpark mit moderatem Eintritt aufgehübscht. Ein großer Parkplatz, ähnlich wie am Monkey Forest in Ubud, bietet genug Parkmöglichkeiten. Am Rande sitzen die Fahrer, die hier ihre Touristen am Eingang abgesetzt haben. Kein Sarong ist gefragt und so tummelt sich hier alles vom T Shirt mit kurzer Hose bis zur balinesischen Tracht, das ganze Spektrum an Bekleidungsmöglichkeiten. Bunte Figuren in einer Parklandschaft, am Rande Restaurants, alles fein und clean mit grünem Rasen und bunten Blumen, Landesgartenschau. Dazwischen die besagten Tempel. Alle schön mit Törchen abgesperrt, aber trotzdem noch fotogen. Pärchen stellen sich zum Selfie in Blumennieschen. Draußen auf dem See kreischen die Insassen der Speedboats, die vor dem Tempel über den See im Kreis jagen. Tretbootfahren oder die Fahrt mit Speedboot kann direkt aus der Tempelanlage gemacht werden. Es gibt am Rande einen Spielplatz für die Kleinen und natürlich Dinosaurier.
Wer das Alles wegschalten kann findet einen wunderschönen Platz am See und einen eindrucksvollen Tempel, dessen Besuch sich natürlich lohnt.
Sowohl Hin- als auch Rückweg führen uns abseits der großen Hauptverkehrsader entlang der zwei nördlichen Seen mit wunderschönem Ausblick auf die Seen und die bewaldeten Berge. Steil führt die Straße dann abwärts in unendlichen Kurven zum Meer. Die Straßen hier sind schmal, die Ränder sind teilweise weggebrochen, steil geht es danach in die Tiefe und immer wieder weite Ausblicke, später dann bis aufs Meer. Wir sind fast ganz allein auf diesen Straßen, nur vereinzelt Motorräder oder mal ein Auto oder kleines Nutzfahrzeug.
Wir erreichen am Nachmittag wieder unseren Ausgangspunkt und wollen endlich mal ein Stück Käse, Brot oder etwas aus der „Heimat“ für das Frühstück einkaufen. Deshalb heisst unser Ziel: Pepito Market! Einkaufswagen wie zuhause, Croissants, Wände voller Bier und Wein, eine Kühltheke mit Wurst und Fleisch.

Man merkt, dass sich hier der ein oder andere Europäer niedergelassen hat. Die Villendichte ist ja auch relativ hoch. Für uns ein Fest. Wir kaufen Yoghurt, Frischkäse, Brie (ja, richtig geschrieben) und Weingummi.

Und schon liegen die Tage in Lovina Beach hinter uns. Lovina ist ein guter Ort, um ein paar Tage zu verweilen. Da unser Abreisetag fest steht, sind die Tage an diesen Orten dann doch zu kurz. Nächstes Ziel ist Pemuteran an der Nordküste kurz vor Menjangan Island, Meeresschutzgebiet und Ausgangspunkt für Tauch- und Schnorchelausflüge.

Pemuteran ist deutlich kleiner als Lovina und erwartet uns mit einem kleinen Strand. Es ist sehr ruhig und es gibt ein paar Restaurants am Strand mit Blick aufs Meer. Zu dieser Jahreszeit ein echt idyllischer Flecken. Keine Strandverkäufer und nur ein paar wenige Touristen. Wir genießen die Ruhe.

Direkt vom Strand aus kann man beim Schnorcheln die bunten Fische sehen. Man hat eine kleine künstliche Unterwasserwelt angelegt, an der sich Korallen ansiedeln. Sehr entspannt und auch ohne Flossen nur mit Taucherbrille zu erleben.

Für die etwas ambitionierteren Schnorchler empfehle ich auf jeden Fall einen Trip zum Menjangan Island. Hier gibt es eine phantastische Unterwasserwelt, die man vom Boot aus erkunden kann. Mit etwas Glück sieht man eine Schildkröte und jede Menge farbenfroher Fische und Korallen. Im Januar geht die Sichtweite etwas zurück, im Sommer sind 20 bis 25 Meter drin.

Ich buche kurzerhand für den nächsten Tag einen Tauchtripp dank Lisas Drängen. Ich bin mit meinem Guide und fünf Schorchlern auf dem Boot und komme so in den Genuss ganz allein mit meinem Buddy zwei traumhafte Tauchgänge zu machen. Am Ufer ein Tempel und davor ein Garten unter Wasser. Danke dir Lisa für das nachträgliche Weihnachtsgeschenk!

Ein letzter Blick auf den Strand von Pemuteran. Dies ist einer der wenigen ruhigen und zum Entspannen einladenden Strände, die wir bislang auf Bali besucht haben. Allerdings haben wir auch die bekannten Spots ausgelassen, Spots wie Cangu, Ahmed, Tulamben, von Sanur und Kuta ganz zu schweigen. Es gibt sie aber, die leisen Orte, wo man gut für ein paar Tage verweilen kann.

Unser Weg führt uns weiter Richtung Süden. Wir müssen, wenn wir den weiten Weg entlang der Westküste vermeiden wollen, über die Berge. Also den Weg zurück bis Banjar entlang der Nordküste und dann ab Richtung Süden in die Berge. Zu Beginn noch einigermaßen gute Straßenverhältnisse, ändern sich die Verhältnisse ab circa der Hälfte des Weges. Es wird aber auch immer einsamer auf den Straßen und wir teilen uns die immer schmaler werdende Fahrbahn mit den Zweirädern. Der Regen hat teilweise riesige Flächen mit Schlaglöchern in den Asphalt gefressen und es geht an diesen Stellen nur im Schritttempo weiter. Wir werden belohnt mit tollen Ausblicken in tiefe urwaldähnliche Schluchten mit kleinen reißenden Flüssen, mit Affen am Straßenrand, mit üppiger Vegetation und reich verzierten Häusern und Tempeln. Wir fahren an riesigem Bambus vorbei, der überall seine Verwendung von der Baustütze bis zum geflochtenen Schälchchen für die täglichen Opfergaben findet.

Unser Ziel ist eine einsame Unterkunft in den Reisfeldern in der Nähe von Jatiluwih. Zuerst aber müssen wir einen wirklich schmalen Feldweg die letzten Meter meistern bis wir am Homestay ankommen. Uns erwarten Nengah und Putu, ein total nettes und gastfreundliches Paar. Wir sitzen auf einer Terrasse mit Blick über die Felder bis zum Meer im Süden. Wenn die Sicht es erlauben würde, wäre die Insel Nusa Lembongan zu sehen. Leider ist es zu trübe. Die Sonne saugt ständig Wolken aus dem Meer. So erwartet uns am frühen Morgen ein Sonnenaufgang mit nur wenigen Wolken und einer Sicht auf den Vulkan Gunung Agung. Im Laufe des Tages werden dann die Wolken immer dichter.

Putu führt uns auf einem Rundweg durch die Reisfelder, die von tropischer Vegetation umrandet sind. Hier wachsen Nelkenbäume, Lemongras, Papaja, Jackfruit, Kokosnüsse und viele weiter Früchte. Der hier angebaute Reis ist auf Grund der Höhenlage der typische balinesische Reis, die Körner etwas größer als gewöhnlich. Dazu baut Putu noch roten Reis an. Der Kaffee, den wir morgens trinken ist natürlich auch selbst angebaut. Der Reis wird von Hand geerntet und dann nach dem trocknen maschinell gedroschen. Auch der Wasserbüffel ist abgelöst und kommt jetzt mit Kraftstoffantrieb aus Japan.

Nach zwei Nächten in der Einsamkeit der Reisfelder geht es zur letzten Station unserer Reise. So langsam rückt das Ende näher. Auf dem Weg nach Ubud fahren wir durch die Reisterrassen von Jatiluwih. Wir sind früh unterwegs und genießen den Blick über die wundervoll angelegten Terrassen. Die Stellen mit den besten Ausblicken sind mit Parkbuchten und mit hübschen Cafés gesäumt. Ich bin froh, dass wir so früh noch allein sind, ohne die Tagestouristen aus dem Süden.

In Ubud anzukommen ist so ein wenig wie nach Hause kommen. Wir kennen uns aus und trinken im Warung neben unserem Homestay erst einmal den lang vermissten Eiscappucino. Wir gehen zum späten Nachmittag die schmale Straße hinab zur Hauptstraße, um unser Abendessen irgendwo einzunehmen. Wir kommen an dem kleinen Hof vorbei, in dem seit zwei Wochen der „Lembu“, der Bulle für die zeremonielle Einäscherung der Totern gefertigt wird. Der Bulle ist fast fertig und wird noch in der Nacht seinen Weg zum Ubud Palace nehmen. Er ist für ein Mitglied der Gemeinschaft des Ubud Palace. So beschließen wir, am nächsten Morgen den Weg des Zuges vom Ubud Palace zum Verbrennungsplatz zu begleiten.

Am nächsten Tag stehen schon der Bulle und der Verbrennungsturm vor dem Palace in der Straße. Wir setzen uns gegenüber bei einen Eistee in den Warung und beobachten das Treiben aus der Ferne. Pünktlich um 11 Uhr geht es los. Die ungefähr jeweils dreißig Träger für den Bullen und den Turm versammeln sich. Ein Tross Gemeindemitglieder trägt aus Süden von der Monkeyforest Road aus den Sarg mit dem einbalsamierten Toten zum Verbrennungsturm, wo dieser hoch oben im Turm nun seinen Platz findet. Ein paar kleine Pakete mit weiteren Überresten bereits begrabener und wieder exhumierter Verstorbener werden hinzugelegt. So eine Kremation ist ein riesen Ereignis und ist oft von den einfachen Bürgern nur in einer gemeinschaftlichen Aktion oder mit der Kremation einer hochgestellten Persönlichkeit, wie in diesem Fall, möglich. Später am Verbrennungsplatz wird dann ein Tuch entrollt und unter diesem werden dann die Überreste und der Verstorbene in den Bullen verbracht. Danach wird alles dem Feuer übergeben und nach zwölf Tagen sammeln die Angehöhrigen die Asche ein, bringen sie zum Meer, wo sie in Kokosnussschalen dem Meer übergeben wird. Der schwarze Stier ist für die Mitglieder des Hochadels bestimmt und tatsächlich erfahren wir ein paar Tage später, dass der Reiter auf dem Stier der aktuelle Herrscher des Königshauses von Ubud ist.

Unter lauter Gamelan Musik setzt sich der Zug in Bewegung, wobei schon nach hundert Metern auf der Kreuzung erst einmal sich der Bulle und der Turm im Kreise drehen, um die bösen Geister zu verwirren. So ist gewährleistet, dass die Seelen der Verstorbenen ihren Weg ohne Störung der bösen Geister findet.

Unsere Tage sind gezählt und tatsächlich kommt der Tag der Heimreise dann schneller als gedacht. Noch schnell ein paar Mitbringsel aus den Basaren in den Gassen Ubuds eingekauft, noch einmal die Lieblingsgerichte bestellen und noch ein paar Eindrücke vom Treiben auf der Hauptstrasse am Rande in einem der Straßenrestaurants sammeln.

Mittags fahren wir dann zum Flugplatz mit einem Abstecher zum Pura Tanah Lot. Spätestens seit „Schwiegertochter gesucht“ ist dieses Sehnsuchtsziel in den deutschen Wohnzimmern angekommen. Der Tempel liegt an der südwestlichen Küste am Rande der Steilküste und ist bei Flut von der Brandung umspült. Scharen von Touristen bevölkern das Gelände und ganz besonders beliebt ist der Ausblick auf den Tempel von einem der gegenüberliegenden Warungs auf der Klippe. Im 16. Jahrhundert von einem der balinesischen Hinduheiligen gegründet, musste der ganze Tempelkomplex 1980 mit finanzieller Hilfe der japanischen Regierung vor dem Fraß der Brandung gerettet werden. Jetzt besteht fast ein drittel des Felsens auf dem der Tempel steht aus künstlichem Gestein.

Anschließend fahren wir zum neuen Flughafen „I Gusti Ngurah Rai“. Der Name erinnert an die rituellen Massenfreitode der balinesischen Herrscher und ihres Hofstaates bei den Eroberungszügen der Hollander in den Jahren 1906, 1908 und 1946 auf Bali. Allein beim Puputan 1906 kamen je nach Quellenlage 1000 bis 3500 Balinesen zu Tode. Während der Herrscher auf die anmarschierenden Hollander mit Juwelen behangen zuging und sich selbst tötete, eröffneten die holländischen Soldaten das Feuer auf Männer, Frauen und Kinder. Gleichzeitig bewarfen die Frauen die Soldaten unter Hohn mit Juwelen. Der letzte Massenselbstmord wurde 1946 von Gusti Ngurah Rai angeführt bei dem 1371 balinesische Widerstandskämpfer zu Tode kamen.

Traurige Gedanken zum Ende einer doch insgesamt sehr schönen und freudigen Reise. Was uns bleibt sind aber wohl vor Allem die schönen Eindrücke. Wir haben auch in Indonesien viele liebe Menschen getroffen und ihr Lächeln bei unseren, auch oft nur zufälligen Begegnungen, wird uns noch lange begleiten.

Mögen die guten Mächte mit Euch sein!